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Ausgabe 6Leitartikel

DAS ENDE IST NAH

Weltuntergänge von der Bibel bis Mittelerde

Unsere Welt ist dem Untergang geweiht. Dies ist nicht nur ein wissenschaftlicher Fakt, sondern auch eine spirituelle Überzeugung vieler Menschen. In den unzähligen Mythologien und Religionen unserer Erde wimmelt es nur so von Endzeitszenarien. Viele dieser Erzählungen sind uralt und während manche bereits in Vergessenheit geraten sind, haben sich andere als Legenden oder heilige Offenbarungen bis heute in den Vorstellungen der Menschen gehalten. Einige sind so einprägsam und imposant, dass sie als Inspiration für die Untergänge fiktiver Welten aus Literatur und Popkultur dienten. Vor allem klassische Fantasy-Werke zeichnen sich oft durch einen ausgeklügelten, mythischen Kanon mit jahrtausendelanger Historie aus. In solchen epischen Sagen dürfen selbstredend die düsteren Prophezeiungen über das Ende aller Tage nicht fehlen. Wir zeigen euch heute, wie ein solcher Untergang laut religiös-mythologischen Vorstellungen und in der Fantasy-Fiktion aussehen könnte.

Ein Ende mit Ansage

Die Welt geht unter in Feuer und Rauch, monströse Bestien entsteigen dem Höllenschlund, nur die wahren Gläubigen werden errettet, während die restliche Menschheit im Jüngsten Gericht von Gott zu ewiger Verdammnis verurteilt wird. Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes, wird prophezeit, wie es dereinst mit unserem Planeten und der menschlichen Zivilisation zu Ende gehen wird. Nicht nur Christ:innen kennen diese Vorstellung von der Apokalypse. Der aus dem Griechischen stammende Begriff und die zugrunde liegende Bedeutung ist längst kein theologisches Fachchinesisch mehr.

Zahlreiche Motive der apokalyptischen Erzählung aus dem Buch der Offenbarung sind bis in die Gegenwart erhalten geblieben, so manche bildhafte Symbolik hat sich als Metapher oder Redewendung im modernen Sprachgebrauch etabliert: das A und O, 666 als Zahl des Bösen, ein Buch mit sieben Siegeln. Mehr noch sind jedoch die Abläufe des biblischen Weltuntergangs, die in der Niederschrift des Johannes Schritt für Schritt und äußerst detailliert beschrieben werden, heutzutage fast schon zeitlose Klassiker.

Die vier apokalyptischen Reiter (Albrecht Dürer)

Prominent ist bereits die Ankündigung der Endzeit, denn bevor das Unheil hereinbricht, erscheinen die vier apokalyptischen Reiter als Boten des nahenden Untergangs. Der erste Reiter führt ein weißes Pferd, trägt einen Siegeskranz und ist mit einem Bogen bewaffnet. Er steht zwar für Sieg und Gerechtigkeit, kündigt jedoch den heraufziehenden Krieg an. Es folgt ein Reiter auf einem roten Pferd und mit einem mächtigen Langschwert, der das Blutvergießen in gewaltigen Schlachten prophezeit. Das schwarze Pferd des dritten unheilvollen Boten symbolisiert den Hunger in der Welt, die Waage in der Hand des Mannes steht für Knappheit und Inflation. Der letzte Reiter sitzt auf einem fahlen Pferd und kündigt Furcht, Krankheit und Tod an.

Die verheerenden Katastrophen, welche bis heute sinnbildlich für die Apokalypse stehen, lassen anschließend nicht lange auf sich warten. Es hagelt Feuer und Blut, brennende Berge und gefallene Sterne stürzen ins Meer, ein flammendes Inferno breitet sich aus, Flüsse vertrocknen, Städte werden dem Erdboden gleichgemacht, Inseln verschwinden, die Erde versinkt in völliger Finsternis. Die Liste der grauenhaften Ereignisse lässt sich noch weiter fortführen, sämtliche Naturkatastrophen, die man sich vorstellen kann, finden ihren Platz in der biblischen Apokalypse.

Doch auch Geschehnisse abseits der typischen Zerstörungsszenarien werden im Buch der Offenbarung geschildert. So richtet sich ein Abschnitt der Vernichtung Babylons, wobei hier nicht explizit die antike Stadt im heutigen Irak gemeint ist, sondern der Begriff eher als geflügeltes Wort verstanden werden kann. Er symbolisiert die Gegner des Christentums, die Anbetung falscher Götzen, die Gier nach Macht, Dekadenz, Prunk, Unsittlichkeit – kurzum sämtliche Sünden. Gott zeigt der Welt, wie unmoralisch und verkommen sie ist und vernichtet all diese Übel des irdischen Daseins.

Auch Satan als großer Gegenspieler Gottes darf natürlich in der Apokalypse nicht fehlen. Ihn begleiten zahllose dämonische Wesen, unter anderem der berühmt-berüchtigte Antichrist, falsche Propheten und verunstaltete, monsterartige Tiere. Selbst ein Drache mit sieben Köpfen und zehn Hörnern hat einen Auftritt. Letztendlich, nach all den kataklystischen Ereignissen und der brutalen Tyrannei durch die Gefolgsleute des Teufels, läuft es auf den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse hinaus. Gott erringt den endgültigen Sieg über Satan, der mitsamt seiner Schar in einen flammenden See geworfen wird. Alle Menschen, die sich zum wahren Glauben bekannt haben, werden errettet und leben ewig im himmlischen Paradies, während die Ungläubigen auf alle Zeit im Höllenfeuer leiden.

Das Chaos erhebt sich

Hoch im Norden, fernab bekannter Reiche, ist eine uralte Bosheit erwacht, dazu auserkoren, die gesamte Welt in die Finsternis zu stürzen. Die Erde bebt unter dem Vormarsch der unzähligen Horden, die sich unter einem Banner vereint haben, um die Welt zu vernichten und in ein Reich des Chaos zu verwandeln.

Das Fantasy-Universum von Warhammer kennt auch eine Apokalypse. Doch anders als die biblische Prophezeiung ist der Weltuntergang hier keine düstere Zukunftsvision, sondern gnadenlose Realität. Menschen, Zwerge, Elfen, Orks, Vampire und all die anderen genretypischen Bewohner dieser fiktiven Welt müssen mächtige Bündnisse reaktivieren und uralte Feindschaften beilegen, denn nur gemeinsam können die verschiedenen Völker gegen die Mächte des Bösen bestehen.

Das Warhammer-Universum ist hauptsächlich durch Tabletop-Spiele berühmt geworden (Bild),
ist mittlerweile aber auch durch die Videospielreihe Total War: Warhammer bekannt.

Die Apokalypse beginnt mit der Krönung von Archaon zum Ewig Auserwählten und Heerführer des Chaos. Scheinbar unaufhaltsam marschieren die Armeen der Finsternis, gespickt mit fanatischen Kriegern und dämonischen Monstern, durch die Ländereien der Lebenden und lassen nichts als Zerstörung zurück. Dabei reißen die finsteren Horden nicht einfach nur Städte nieder und morden wahllos, sondern verbreiten buchstäblich Chaos. Der Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen – alles, was mit dem Chaos in Berührung kommt, wird korrumpiert, verdorben und durch Mutationen missgestaltet. Archaon uns seine Streitkräfte verfolgen bei ihrer Invasion die Agenda der vier mächtigsten Chaosgötter, jenen uralten Entitäten, denen alle Anhänger des Chaos huldigen.

Die erste dieser ewigen Bosheiten ist Khorne. Er ist auch als Blutgott bekannt und erscheint als feuerroter Dämon mit flammenden Augen und gigantischen Hörnern. Seine Waffe ist ein gewaltiges Schwert, seine Diener ziehen wie wilde Berserker in den Krieg und sammeln die Schädel der besiegten Feinde als Trophäen und Opfergaben für ihren Gott. Khorne symbolisiert die menschliche Gier nach Gewalt und Brutalität. Seine Aspekte sind Kampf, Raserei, Mord und Blutvergießen.

Nurgle, der zweite im Bunde, steht für Krankheit, Siechtum und Verfall. Er wird auch die Pestilente Bestie genannt. Sein Aussehen ist ekelerregend, so verfault seine grünlich-braune Haut stetig, er ist mit offenen Wunden sowie Beulen übersät und fortwährend treten stinkende Dämpfe und eitrige Flüssigkeiten aus seinem Körper aus. Durch seine Anhänger verbreitet er Seuchen unter den Völkern, betrachtet diese jedoch nicht als Plage, sondern als Geschenk. Nur durch den Zerfall von Leben könne daraus etwas Neues entstehen.

Der dritte Chaosgott ist Slaanesh. Auch als Prinz der Ausschweifung und Fürst der Dekadenz bekannt, verkörpert er Leidenschaft, Ekstase, Perversität, Besessenheit und sämtliche unmoralischen Verhaltensweisen. Er gilt als Manifestation des menschlichen Strebens, stets die Grenzen von Ethik und Moral auszuweiten und immer mehr zu wollen. Slaanesh ist größenwahnsinnig und in seiner Lust nicht zu zügeln, jeder der seine makellose und schöne Erscheinung erblickt, ist wie von Sinnen.

Tzeentch, der Wandler der Wege, bildet den Abschluss des chaotischen Quartetts. Er symbolisiert Magie und Täuschung, Lügen und Intrigen. Als mächtiger Zauberer und Hexer ist er in der Lage, das Schicksal des Universums zu lenken und sterbliche Wesen zu manipulieren. Seine Taten sind meist konfus und widersprüchlich, die reine Existenz Tzeentchs ist Mysterium und Paradoxon zugleich. Anders als die übrigen Chaosgötter verfolgt er kein konkretes Ziel, denn seine Manipulationen dienen letztlich nur dazu, neue chaotische Verwirrungen zu erschaffen. Seine äußere Erscheinungsform ist wie sein Charakter in ständigem Fluss. Auf seinem Körper bilden sich fortwährend neue Gesichter, die alles und jeden verspotten.

Die Chaosgötter in ihrer Gesamtheit symbolisieren den Verfall der Zivilisation, das düsterste Verlangen des menschlichen Charakters, und bringen gnadenlos Unheil über alle Lebenden. Normalerweise verbindet sie eine erbitterte Rivalität und oft durchkreuzen sie ihre Pläne gegenseitig. Da sie sich jedoch auf einen auserkorenen Helden einigen können, der ihre vereinten Streitkräfte anführt, sind sie in der Lage, die grauenvolle Invasion auf die Welt der Lebenden zu starten.

Selbst Thor ist machtlos

Eine gewaltige Schlacht am Ende aller Zeiten, in der Götter, Riesen, mythische Kreaturen und alle jemals im Kampf gefallenen Krieger:innen kämpfen. Wie sonst sollte der Weltuntergang in der Vorstellung der rauen Wikinger aussehen? Ragnarök, auch Götterdämmerung oder Schicksal der Götter genannt, heißt diese letzte Schlacht in der Nordischen Mythologie. Himmel und Erde, die Welten von Göttern und Menschen, werden in diesem epischen Kampf untergehen, damit aus den Trümmern eine neue Welt entstehen kann. Prophezeit wird dieses martialische Ende in der Völuspa, der sogenannten Weissagung der Seherin, dem ersten Götterlied des Königsbuches Codex Regius. Diese Schrift zählt zu den bedeutendsten Werken des nordischen Mittelalters.

Ähnlich wie in der biblischen Offenbarung wird die Ragnarök-Sage äußerst detailliert in seinen Abläufen beschrieben. Auch hier geben sich katastrophale Naturerscheinungen die Klinke in die Hand und alles gipfelt im gegenseitigen Bekämpfen mythischer Figuren und uralter Kreaturen. Den Anfang macht der drei Jahre währende Fimbulwinter, der in Sachen Kälte, Schnee und Stürmen unübertroffen ist und einer Eiszeit gleicht. Die Wölfe Skalli und Hati, die seit Anbeginn der Zeit Sonne und Mond jagen, verschlingen letztendlich beide Himmelskörper. Sterne fallen vom Himmel und es folgt ein gigantisches Erdbeben, wodurch der feuerspeiende Fenriswolf befreit wird und die giftsprühende Midgardschlange aus den Tiefen des Meeres an Land kommt, welches daraufhin überflutet wird. Die gesamte Heerschar des Bösen wird durch diese Katastrophen auf den Plan gerufen, darunter Loki (der Gott der List), Hel (die Göttin der Unterwelt) sowie die Feuer- und Eisriesen.

Auf der Gegenseite warnt Heimdall mit seinem Horn die Götter vor der Bedrohung. Daraufhin machen sich die Asen sowie die gefallenen Krieger:innen aus Walhalla für die Schlacht bereit. Schließlich kommt es zum ultimativen Showdown, der sich allerdings nicht durch ein wahlloses Gemetzel auszeichnet, sondern vielmehr aus einer Aneinanderreihung epischer Duelle besteht. Tyr, der Gott des Kampfes, und Garm, jener Hund, der die Unterwelt bewacht, töten sich gegenseitig. Das gleiche Schicksal widerfährt Heimdall und Loki; auch sie fallen durch die Hand des jeweils anderen. Der mächtige Thor kämpft gegen die Midgardschlange. Er kann das Ungetüm sogar bezwingen, stirbt jedoch kurz darauf an deren Gift. Und Odin? Der Allvater nimmt es mit dem monströsen Fenriswolf auf, wird jedoch von der Bestie verschlungen. Sein Sohn Vidar rächt den wichtigsten der nordischen Götter, indem er das Maul des Wolfes mit seinem ledernen Stiefel entzwei reißt.

Thor und die Midgardschlange (Emil Doepler)

Den Schlussakkord dieses Göttersterbens setzt Surt, ein Feuerriese. Nachdem er den Gott Freyr erschlagen hat, setzt er die ganze Welt in Flammen und vernichtet sie somit. Fast das gesamte Geschlecht der Asen wird an diesem schicksalhaften Tag ausgelöscht, auch viele der berühmten Fabelwesen der Nordischen Mythologie sterben. Das letzte Wort in der Ragnarök hat jedoch der wiedergeborene Odin, denn als sich der Weltenbrand legt, stehen Chaos und Ordnung im Gleichgewicht und auf dieser Basis ist es dem mächtigen Allvater möglich, eine neue Welt zu erschaffen.

Der dunkle Herrscher als untergebener Handlanger

Wenn Sauron und Saruman mit ihren gnadenlosen Streitkräften die freien Völker Mittelerdes attackieren, dann hat dies schon sehr viel von einer apokalyptischen Endzeit. Allein der Anblick der unermesslichen Scharen von Orks und Uruk-hai ist katastrophal. Städte werden niedergebrannt, zahllose Menschen, Elben, Zwerge und Hobbits getötet und durch die dunkle Magie Saurons und Sarumans wird viel Gutes in der Welt zunichte gemacht. Diese Bedrohung ist den Meisten bekannt, die sich halbwegs mit dem Fantasy-Universum von J.R.R. Tolkien auskennen. Doch die Endzeit von Mittelerde und des gesamten Planeten Arda findet nicht in Der Herr der Ringe statt, sondern in einer unbekannten Zukunft, weit nach den Geschehnissen des weltberühmten Romans.

Vor langer Zeit prophezeite Mandos, der Schicksalsrichter der gottgleichen Valar, wie es dereinst zu einem gewaltigen Kampf kommen wird. Dagor Dagorath, die Schlacht der Schlachten, wird dieses apokalyptische Ereignis genannt. Beginnen wird alles mit der Rückkehr von Morgoth. Einst war er als Melkor bekannt und gehörte zu den Valar, wurde jedoch abtrünnig und bekämpfte schließlich als dunkler Herrscher die Völker Mittelerdes. Am Ende des Ersten Zeitalters, also Jahrtausende vor Der Herr der Ringe, konnte Morgoth nach einem langen Krieg von Elben und Menschen bezwungen und in die Äußere Leere verbannt werden. Sauron als einst ergebener Diener dieses boshaften Wesens führte die Mission der Unterwerfung allen Lebens fort, kam jedoch nie auch nur ansatzweise an die Stärke und Macht seines verstoßenen Gebieters heran. Schließlich gehörte Sauron im Gegensatz zu Melkor nicht zu den göttlichen Valar, sondern „nur“ zu den Maiar, die zwar ebenfalls mächtige Geistwesen waren, jedoch von niedrigerem Rang.

Morgoth im Ersten Zeitalter
(Urheber: Mentosik8, Quelle: DeviantArt,
Lizenz: Creative Commons Attribution/Share-Alike)

Morgoth schafft es demnach eines Tages, sich von seinen Fesseln zu befreien und nach Arda zurückzukehren. All seine gefallenen (teilweise indirekten) Diener, darunter auch Sauron, Saruman, die Nazgûl und die Balrogs, werden wiedererweckt. Gemeinsam mit zahlreichen dunklen Kreaturen – Orks, Trolle, Drachen, Warge, Spinnen – und bösen Menschen marschiert das Heer nach Valinor, dem Reich der Valar. Die Horden bringen die Erde zum beben, Morgoth vernichtet die Sonne und den Mond und Finsternis überzieht die Welt.

Die Valar versammeln ob des heraufziehenden Unheils sämtliche guten Wesen, die jemals gelebt haben, um sich. Elben, Menschen, Zwerge, Hobbits, Ents, Adler, auch Gandalf und andere Maiar – alle kämpfen vereint auf der Seite des Lichts. Angeführt wird das gewaltige Heer Valinors von Tulkas, dem stärksten aller Valar, Eonwe, dem mächtigsten der Maiar und Túrin Turambar, einem legendären Menschenkrieger aus dem Ersten Zeitalter, der einst Glaurung, den allerersten Drachen, tötete.

Die finale Schlacht übertrifft letztendlich alle vorherigen Kriege an Schrecken und Grauen. Der Lärm tausender Schwerter und Schilde erfüllt ebenso den Ort wie das Gebrüll von Drachen und das markerschütternde Kreischen der Nazgûl. Blitze und Feuer verwüsten das Schlachtfeld, hinzu kommen gewaltige Erdbeben und hereinbrechende Wassermassen. Diese apokalyptische Katastrophe endet schließlich, als mit Túrin ausgerechnet ein sterblicher Mensch im Zirkus all dieser weisen, mächtigen und magischen Wesen den Erzfeind Morgoth besiegt, das Böse damit endgültig vernichtet und Arda vor dem Untergang rettet.

Apokalypse nach Schema F

Es gibt viele Möglichkeiten, wie eine Welt untergehen kann. Doch scheint sich in den religiös-mythologischen Vorstellungen der irdischen Kulturen, und somit auch in den fiktiven Werken, die davon beeinflusst wurden, ein gewisses Erfolgsmodell etabliert zu haben. Verheerende Naturkatastrophen, monströse Bestien, ultimative Schlachten zwischen Gut und Böse und die Beteiligung gottgleicher Wesen, sei es durch Gericht oder Kampf – meistens taucht mindestens einer, oft sogar mehrere oder alle dieser apokalyptischen Grundpfeiler in den entsprechenden Legenden auf.

Und mehr noch: durch diese durch und durch übernatürlichen Phänomene verschwimmt im Topos der Apokalypse die Grenze zwischen der realen und fiktiven Welt fast komplett. Die in der Bibel geschilderten Ereignisse könnten gut und gerne Bestandteil eines Fantasy-Epos sein und umgekehrt.

Der Sinn hinter den angsteinflößenden und unberechenbaren Aspekten einer Apokalypse ist klar: die Menschen, die im Rahmen ihrer Religion daran glauben, sollen die Endzeit fürchten; diejenigen, die in einem Roman darüber lesen, sollen begeistert sein. Da ist es fast schon egal, ob die Welt in Feuer und Finsternis versinkt oder eine uralte Macht entfesselt wird, um sie zu richten. Die wichtigste Zutat einer Apokalypse bleibt die Kombination aus Schrecken und Spektakel.

Christopher stammt von den Hängen des Erzgebirges, suchte jedoch beizeiten das Abenteuer in der großen Stadt. Seit Kindertagen interessiert er sich für die Länder, Kulturen und Sprachen dieser und anderer Welten. Heraus kamen ein Ethnologie-Studium in Leipzig, die Begeisterung für Tolkiens Werke und ein Plüsch-Chewbacca auf der Couch.

Quelle
Die Bibel: Offenbarung des JohannesGames Workshop: Warhammer FantasyCreative Assembly: Total War: Warhammer I-IIIArdapediaWikingerzeitDeviantArt

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