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Ausgabe 4Leitartikel

DIE OLYMPISCHEN SUPER-SCI-FI-SPIELE

Zwischen dem 11. und 24. Oktober fanden in der Wirsing-Arena die Olympischen Super-Sci-Fi-Spiele statt. Ihr konntet in sechs Sportarten aus insgesamt achtzehn Superheld*innen und Science-Fiction-Ikonen die Reihenfolge auf dem Podium bestimmen. Es gab Favoritensiege und Überraschungen, souveräne Vorstellungen und Disqualifikationen. Es folgen die Live-Berichterstattung und Siegerehrung exklusiv bei Wirsing.

SPRINT (100 m)

Die Qualifikationsläufe sind abgeschlossen und die Blicke des randvollen Stadions sind auf dessen Herzstück, die Laufbahn, gerichtet. In wenigen Sekunden wird auf dieser der 100-Meter-Lauf starten und vermutlich auch genauso schnell wieder beendet sein. An der Startlinie steht bereits Barry Allen, den viele der Anwesenden nur unter seinem Künstlername The Flash kennen. Gekleidet ist Allen in einem roten Trainingsanzug, auf dessen Brust sich ein weißes Emblem mit einem Blitz in der Mitte befindet. Darf man den Berichten nahestehender Verwandter und Freunde Glauben schenken, legt Allen diesen auch nach dem Laufen nicht ab. Bleibt zu hoffen, dass er mehrere Anzüge dieser Art besitzt. Neben dem roten Blitz steht Quicksilver, auch bekannt unter dem Namen Pietro Maximoff, der seinen Gedanken nachzuhängen scheint. Wenn man bedenkt, dass Maximoff seit HYDRAs Experiment das Weltgeschehen in Zeitlupe erlebt, kann man eine ungefähre Vorstellung davon erhalten, wie quälend diese Sekunden für ihn sein müssen. Und da kommt auch Sonic the Hedgehog angerollt. Wie ein Tennisball kugelt er sich zwischen seine beiden Mitstreiter. Ob er diese Taktik auch beim Rennen verfolgen wird?

Die Startpistole ertönt und das Luftanhalten beginnt. Sonic rollt los. In Überschallgeschwindigkeit kugelt er über die Bahn und lässt dabei seine Kontrahenten in einer dichten Staubwolke zurück. Zum letzten Mal haben wir den energiegeladenen Igel so schnell rollen sehen, als er sich eine hitzige Verfolgungsjagd mit den Chillidogs lieferte. Sonic hat die Bahn beinahe vollkommen überrollt, als Flash wie ein Blitz aus der Staubwolke schießt. Er sprintet an dem blauen Igel vorbei und überquert so nur knapp vor Sonic, dicht verfolgt von Quicksilver, der plötzlich aus dem Nichts direkt vor der Ziellinie aufgetaucht war, diese. Mit einer Zeit von 0,42 Sekunden kann Flash die erste olympische Super-Sci-Fi-Disziplin für sich entscheiden und zugleich den irdischen Weltrekord von 9,58 Sekunden pulverisieren. Das Publikum flippt aus. Tosender Applaus schallt durch das Stadion, doch nicht jeder der Anwesenden scheint sich zu freuen. Auf der Tribüne werden verwirrte Blicke ausgetauscht, die sich zu einer einzigen Frage formieren: Was war los mit Quicksilver? Werfen wir einen Blick auf das Videomaterial. Während seine Kontrahenten über die Laufbahn flitzen, kann man Quicksilver überall, nur nicht auf dem roten Tartan sehen. In der einen Sekunde isst er auf der Tribüne gemütlich eine Portion Nachos, in der anderen wirft er einen leeren Colabecher in den Müll. Scheint, als hätte das ausgiebige Fressgelage Maximoff den ersten Platz gekostet.

SPORTSCHIESSEN

Am Start in dieser eher martialischen Disziplin sind drei wahre Schwergewichte der Szene. Ellen Ripley ist eine kaltschnäuzige Soldatin. Auf ihren Missionen in den Weiten des Alls machte sie bereits mehrmals Bekanntschaft mit der legendärsten aller Alien-Spezies. Die mordlustigen und blutrünstigen Xenomorphs wusste sie jedoch aufgrund ihres gekonnten Umgangs mit Handfeuerwaffen sämtlicher Kalibergrößen stets zu beseitigen. Der zweite im Bunde ist Han Solo: Schmuggler, Charmeur und Held in einer weit, weit entfernten Galaxis. Schneller als sein Mundwerk ist lediglich sein Blaster, der immer schussbereit am Gürtel baumelt. Auch wenn selbst sein engstes Umfeld, wie etwa Chewbacca oder Leia, mitunter über seine latente Arroganz nur den Kopf schütteln kann, lässt der Revolverheld meist Taten auf Worte folgen. Das Trio komplett macht Harley Quinn. Sie ist vor allem bekannt als Mitglied des Suicide Squads und durch ihre toxische On-Off-Beziehung mit Batmans Erzfeind, dem Joker. Durch ihre unverblümte Art, kombiniert mit einer mehr als instabilen Psyche, ist die stets zu Scherzen aufgelegte Antiheldin eine unberechenbare Kontrahentin.

Han schießt zuerst (wie sollte es auch anders sein, fragt nur mal bei Greedos Freunden nach). Mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen zückt er seinen Blaster, feuert lässig aus der Hüfte drei Schüsse ab und steckt seine Waffe wirbelnd zurück in das Holster. Das Resultat sind drei sehr zentrale Treffer. Wer hätte etwas anderes erwartet? Harley Quinn ist an der Reihe, doch die hat nicht ihren besten Tag erwischt und ist psychisch komplett von der Rolle. Radschlagend und laut kichernd bewegt sie sich zum Schießstand. Leider hat sie augenscheinlich nur ihren berühmten Baseballschläger dabei. Als die Sicherheitsleute sie bereits abführen, zückt sie im Weggehen eine Handkanone. Es ertönt ein ohrenbetäubender Lärm, das obere Drittel der Zielscheibe explodiert und Harley Quinn rennt lachend davon. Schließlich wartet noch Ellen Ripley auf ihren Einsatz. Ihr hängt ein beeindruckendes Schnellfeuergewehr um die Schultern. Angespannt fixiert sie die Umgebung. Sie wirkt nervös, doch wer möchte ihr es verdenken bei ihren unzähligen Begegnungen mit fiesen Horror-Aliens. Gerade als sie zum Zielen anlegt, flattern einige schwarze Raben neben der Arena auf. Ripley verliert jegliche Beherrschung, nimmt nur dunkle Schemen im Augenwinkel wahr und ballert wie wild drauf los. Bald hat sie alle Schüsse verbraucht, die Scheibe hat sie jedoch kein einziges Mal getroffen. Solo gewinnt damit den Wettkampf, Harley Quinn freut sich hysterisch über Silber (sie ruft 42x „YEAH!“) und Ripley geht leer aus.

RINGEN

Nur die Stärksten können Olympiasieger in der altehrwürdigen Disziplin des Ringens werden. Und so treten echte Kraftpakete in diesem Wettkampf gegeneinander an. Hulk, von vielen als unbesiegbar eingeschätzt, ist der erste Teilnehmer. Der durch ein schiefgelaufenes Forschungsprojekt durch Gammastrahlung zur grünen Kampfbestie mutierte Wissenschaftler Bruce Banner ist eigentlich ein ganz netter Kerl, doch wenn ihn etwas in Rage versetzt, wird er zum alles zerstörenden Wutmonster. Etliche Bösewichte und Superschurken bekamen bereits die unbändige Stärke des Avengers-Mitglieds zu spüren. Hellboy ist Nummer zwei im Ring. Einst wurde er vom dunklen Magier Rasputin im Auftrag der Nazis in diese Welt geholt, um dem Hitler-Regime zum ultimativen Sieg zu verhelfen. Doch der rothäutige und gehörnte Dämon entpuppte sich als nicht ganz so bösartig. Unter den Fittichen von Professor Bruttenholm entwickelte er sich zu einem Helden der guten Seite und bekämpft mit leidenschaftlicher Entschlossenheit allerlei finstere Kreaturen und dunkle Mächte. Der dritte Ringkämpfer ist Relaxo. Der blau-gelbe Kraftprotz zählt zu den stärksten, aber auch schläfrigsten Pokémon. Im Prinzip befindet sich Relaxo immer im Ruhemodus (wie der Name schon vermuten lässt). Selbst auf seinem Bauch spielende Kinder bringen ihn nicht aus der Fassung. Doch wird er während seines Nickerchens oder bei einer Mahlzeit ernsthaft gestört, kann der Koloss richtig wütend werden.

Der Wettkampf wird Jeder gegen Jeden ausgetragen, es eröffnen Hulk und Hellboy. Letzterer ist gerade noch dabei, sich eine Zigarre anzuzünden und einen zynischen Spruch loszuwerden, als Bruce Banner durch das wilde Geballer von Ellen Ripley nebenan plötzlich groß und grün wird. Erst donnert es laut „HULK!“ durch die Arena, im nächsten Moment haben die gigantischen Fäuste des Avengers den nun recht kleinlauten Hellboy eine Etage tiefer geschickt. Klarer Sieg. Der Hornträger hat nicht viel Zeit zum Verschnaufen, denn Relaxo wird als nächstes gegen ihn in den Ring geschickt. Hellboy versucht sich an einigen Feuertricks (ein Glurak auf den Rängen kann darüber nur schmunzeln), doch ein gezielter Hyperstrahl mit anschließendem Bodyslam durch seinen Pokémon-Kontrahenten bescheren dem gutmütigen Dämon ein frühes Aus. Um die Goldmedaille kämpfen also Hulk und Relaxo. Doch Banner muss nicht einmal sauer werden, denn sein japanisches Gegenüber hat sich nach einem kleinen Snack (alle 42 Deko-Kürbisse, die als Todessterne geschmückt waren) zum Schlafen bereit gemacht. Der Wissenschaftler zuckt mit den Achseln, Relaxo schnarcht als gäbe es kein Morgen und die Jury erklärt nach einer kurzen Phase des Abwartens Hulk zum Sieger.

FECHTEN

Bei der vierten Disziplin der Olympischen Super-Sci-Fi-Spiele müssen sich die drei Sportler*innen in einem traditionsreichen Zweikampf-Wettbewerb beweisen – dem Fechten mit dem Florett. In einem noch nie in der Geschichte des Fechtsportes dagewesenen Triell werden die Treppchenplätze ausgefochten. Gewinnen wird, wer zuerst 15 Treffer (beim Florettfechten gilt lediglich der Rumpf des Gegners als Trefferfläche) erzielen oder innerhalb des dreiminütigen Wettkampfes die meisten Treffer für sich verbuchen kann. Gekleidet in den klassisch weißen Fechtanzügen stehen sich gegenüber: die begnadete Lichtschwertkämpferin Rey Skywalker, die dank ihrer Jedi-Ausbildung beim berühmten Luke Skywalker über eine ausgezeichnete Schwerttechnik verfügt, der ehemalige Söldner Wade Wilson, der nach einem gewagten Experiment unter dem Pseudonym Deadpool mit zwei Katanas Rache an seinen Feinden nimmt, und der erfahrene Captain der Sternenflotte, Jean-Luc Picard, der als Hobbyfechter schon das ein oder andere Duell gewinnen konnte.

Die Plexiglas-Masken werden runtergezogen und schon beginnt das spannende Gefecht. Deadpool verliert keine Zeit. Kaum, dass das Startsignal ertönt, führt er den ersten Angriffsschlag aus und erzielt so zwei Treffer bei Picard. Der geübte Fechter setzt zu einem Gegenschlag an, bei dem er sowohl Skywalker wie auch Deadpool trifft. Bevor diese die Attacke erwidern können, pirscht Picard ein weiteres Mal vor, um einen zweiten Angriff auszuüben, als Skywalker Anlauf nimmt, sich in der Luft überschlägt und hinter Picard zum Stehen kommt. Dieser wirbelt herum, ist dabei aber nicht schnell genug. Die Jedi-Kriegerin zeigt nun, was sie in ihrer Ausbildung gelernt hat und schlägt Picard das Florett aus der Hand, nachdem sie durch fünf präzise ausgeführte Attacken vier Treffer erlangen konnte. Nun wittert Deadpool seine Chance. Geschwind packt er die fallengelassene Waffe und zeigt den Zuschauenden, wie man mit zwei Floretten zeitgleich fechten kann. Mit einigen blitzschnellen Hieben, zwischen denen Deadpool seinen Fans mindestens 42 Showeinlagen bietet, erzielt er noch vor Ablauf der drei Minuten die 15 benötigten Treffer. Die von der neuen Kampftechnik überrumpelte Skywalker kann bei dem Manöver nur einige wenige Gegentreffer einheimsen. Und so geht Deadpool als Sieger aus dem Gefecht, gefolgt von Skywalker. Das Schlusslicht bildet der außer Gefecht gesetzte Picard. Die Aufregung über diese Platzierung ist groß. Viele fragen sich, ob das Kämpfen mit zwei Floretten überhaupt zulässig ist. Die Schiedsrichterin der Spiele spricht dazu klare Worte: „Den Teilnehmenden der Olympischen Super-Sci-Fi-Spiele sind keine Grenzen gesetzt. Der kreative Einfall Deadpools ist somit bewilligt und mit Freude zur Kenntnis genommen worden.“

SYNCHRONSCHWIMMEN

Am olympischen Beckenrand warten die drei Teams ungeduldig darauf, ins kühle Nass hüpfen zu dürfen, um ihre akribisch einstudierten Choreographien vorzutragen. Die erste Mannschaft setzt sich aus unterschiedlichen Terminator-Modellen zusammen. Die Tötungsmaschinen aus der Zukunft wurden ausnahmsweise mal nicht mit einem Eliminierungsauftrag in die Gegenwart geschickt. Stattdessen sollen die auf Mord spezialisierten Androiden um Edelmetall kämpfen. Olympia ist eben für alle da. Das zweite Team sind die Power Rangers. Normalerweise ist die bunte Truppe an Superhelden dafür zuständig, die Welt vor genau solchen Bösewichten wie einem Terminator zu bewahren. Heute wird dieser Kampf auf sportlicher Ebene mithilfe rhythmischer Wasserbewegungen ausgetragen. Ihre Anzüge sind zumindest schon einmal bestens für das Event geeignet. Zu guter Letzt nehmen die Teenage Mutant Ninja Turtles am Wettkampf teil. Für die meisten Experten sind die humanoiden Schildkröten der klare Favorit: sie sind ein Leben im Wasser gewöhnt, sind im Kampfsport bestens ausgebildet und tragen die Namen berühmter Künstler: Leonardo, Donatello, Raphael und Michelangelo. Im Synchronschwimmen braucht man genau das. Man muss sich im Wasser elegant und kunstvoll bewegen können, aber auch über ein Repertoire bestimmter kraftintensiver Bewegungen verfügen und ein hohes Maß an Ausdauer haben.

Mit einem überraschend österreichisch klingenden „Auf geht’s!“ springen die Terminator-Modelle ins Wasser. Der Anfang ist noch recht vielversprechend, auch wenn ihre Bewegungen sehr mechanisch wirken (wie sollte es auch anders sein?). Doch schon nach einer kurzen Weile sprühen beim ersten Teammitglied die Funken. Die Augen blinken rot, kurz danach geht Modell T-42 gurgelnd unter. Um der Teamsynchronität gerecht zu werden, kopieren die anderen Androiden diesen spontanen Teil der Choreographie, was jedoch ein jähes Ende ihrer Performance bedeutet. Die Power Rangers sind dran. Ihre Outfits strahlen jeweils in einer anderen kräftigen Farbe, ihre Badebrillen sind definitiv ein Hingucker. Die Helden legen einen starken Auftritt hin, die Jury ist begeistert. Doch kurz vor dem Schlussakkord taucht plötzlich eines der untergegangenen Terminator-Modelle wieder auf. Einer der Rangers kann den inneren Moralapostel nicht überwinden und eliminiert die Bedrohung. Ein Punktabzug für einen ansonsten sensationellen Durchgang ist die Folge. Den Abschluss des Wettkampfs bilden die Teenage Mutant Ninja Turtles. Und wie zu erwarten war, machen die Schildkröten ihre Konkurrenten gehörig nass. Ihr Auftritt ist ein einziges Kunstwerk, ein Gemälde gezeichnet mit Chlorfarben, eine Statue gehauen aus Eis. Niemand kann den mutierten Reptilien am heutigen Tag das Wasser reichen. Es gibt Gold für die talentierten Schildkröten, Silber für die farbenfrohen Superhelden und Bronze für die rostenden Zukunftsmaschinen.

DISKUSWERFEN

Der Diskuswurf stellt die sechste und letzte Disziplin der Olympischen Super-Sci-Fi-Spiele dar. Für die direkte Final-Qualifikation waren 150 Meter gefordert, die nur von Wonder Woman, Thor und Optimus Prime erzielt wurden. Und das, obwohl diese drei Ikonen keinerlei Vorerfahrungen mit der flachen Wurfscheibe aus Holz mit Metallring und Metallkern besitzen. Während die präferierten Waffen Wonder Womans, die einige noch unter dem Namen Diana Prince kennen, das Lasso der Wahrheit und das Schild sind, und der Anführer der Autobots, Optimus Prime, seine Kämpfe mit der mächtigen cybertronischen Waffe Sternensäbel bestreitet, perfektionierte Thor Odinson, der Kronprinz von Asgard, in den vergangenen Jahren den Umgang mit dem magischen Hammer Mjölnir, der stets zu ihm zurückkehrt.

Nun stehen sich diese drei Giganten im großen Diskus-Finale gegenüber. Die ersten zwei Runden, in denen die Finalist*innen beinahe identische Wurfergebnisse erzielen konnten, sind bereits abgeschlossen. Alles entscheidet sich nun in der letzten Diskus-Runde. Das Mitglied der Avengers, Thor, beginnt. Der Gott des Donners ist bekannt für seine immense Kraft, die er gut zu kontrollieren weiß. Sicher wird ihm diese Fähigkeit auch heute zugutekommen. Thor stellt seinen linken Fuß nach vorne, während er mit seiner rechten Hand den Diskus vor und zurück schwingt. Dann verlagert er das Gewicht auf den vorangestellten Fuß und schleudert den Diskus mit einem kräftigen Schwung von sich, genau wie es die antiken griechischen Athleten taten. Die Scheibe segelt quer durch das Stadion und kommt schließlich bei unglaublichen 269,42 Metern auf – der neue Bestwert des Finals! Wird Wonder Woman dies übertreffen können? Die Tochter der Amazonenkönigin Hippolyta und des Göttervaters Zeus tritt in den Wurfkreis. Wonder Woman holt Schwung, dreht sich mehrmals um die eigene Achse und lässt dann die Wurfscheibe los. Wie ein Falke schießt diese durch das Stadion und erreicht dabei großartige 254,42 Meter. Ein unglaubliches Ergebnis, das jedoch nicht für die Goldmedaille ausreichen wird. Als letzter ist Optimus Prime am Zug. Der Autobot holt aus und dreht sich mehrmals um sich selbst, bevor er die flache Wurfscheibe aus der Hand gleiten lässt. Der Diskus wird durch die Arena katapultiert, doch noch bevor dieser aufkommt, verlässt Optimus Prime den Wurfkreis. Ein schwerer Fehler, durch den der letzte Wurf des Cybertroniers ungültig ist. Und damit steht der letzte Super-Sci-Fi-Olympiasieger fest. Thor konnte heute beweisen, dass er nicht nur gut mit dem Hammer umgehen kann und sichert sich so den ersten Platz. Wonder Woman kann Silber ergattern und Optimus Prime landet durch einen Patzer auf Rang drei.

Julia ist die Ambivalenz auf zwei Beinen. Sie lebt einerseits mit Dinosauriern und Shakespeare in der Vergangenheit, ihr (seit drei Jahren) fast vollendeter Debüt-Roman spielt jedoch in der Zukunft. Sie wollte eigentlich etwas "Sicheres" studieren und ist jetzt blöderweise im Journalismus gelandet. Dort ist sie ganz nebenbei Mate-abhängig geworden und mit ihrer Tastatur verwachsen.

Christopher stammt von den Hängen des Erzgebirges, suchte jedoch beizeiten das Abenteuer in der großen Stadt. Seit Kindertagen interessiert er sich für die Länder, Kulturen und Sprachen dieser und anderer Welten. Heraus kamen ein Ethnologie-Studium in Leipzig, die Begeisterung für Tolkiens Werke und ein Plüsch-Chewbacca auf der Couch.

Quelle
Olympische Spiele

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