fbpx
Ausgabe 4Wirsipedia

PROFI-BÄNDIGEN

Die populärste Sportart des Avatar-Universums

Das Bändigen von Wasser, Feuer, Erde und Luft stellt den Mittelpunkt des Avatar-Universums dar. Daneben gibt es noch spezielle Bändigungsarten, wie beispielsweise das Blitz- oder Metallbändigen, die besonders in Die Legende von Korra eine übergeordnete Rolle spielen.

In der Fortsetzung  der beliebten US-amerikanischen Zeichentrickserie Avatar – Der Herr der Elemente wird die Erzählung 70 Jahre später fortgesetzt, Avatar Aang ist längst tot und die 17-jährige Korra vom südlichen Wasserstamm reiht sich in den Avatarzyklus ein. Neben dem neuen retro-futuristischen Stil der Serie zählen auch die Profi-Bändiger-Meisterschaften zu den zahlreichen Neuerungen der Fortsetzung. 

Austragungsstätte dieser Meisterschaften ist die Metropole Republica, die Avatar Aang nach dem 100-jährigen Krieg erbauen ließ. In dieser befindet sich inmitten der Yue-Bucht die Profi-Bändiger-Arena. In dem Gebäude mit der prunkvollen viktorianischen Glaskuppel und der goldenen Lasur findet jährlich das Meisterschaftsturnier, das unter den 16 besten Profi-Bändigungs-Teams ausgetragen wird, statt.  

Profi-Bändiger*innen beherrschen eines der drei Elemente: Wasser, Feuer oder Erde besser als gewöhnliche Bändiger*innen (aufgrund der geringen Anzahl von Luftbändiger*innen werden diese nicht als Profi-Bändiger*innen in Betracht gezogen). Um als Profi-Bändiger-Mannschaft bei den Meisterschaften teilnehmen zu können, bedarf es zum einen drei Bändiger*innen, die jeweils die Elemente Wasser, Erde und Feuer beherrschen und zum anderen einen ausgefallenen Teamnamen, den der Kommentator der Spiele Shiro Shinobi leidenschaftlich durchs Mikrofon rufen kann. Bekannte Mannschaftsnamen aus der Serie sind beispielsweise die Future Industries Feuer-Frettchen, die Wolfsfledermäuse des weißen Wasserfalls oder die Rotwüsten-Kaningurus. Qualifizieren können sich insgesamt 16 Teams, die diese Vorgaben erfüllen. Während des Turniers müssen immer zwei Profi-Bändiger-Teams gegeneinander antreten. Ein Match besteht aus drei Runden, deren Spielzeit sich jeweils auf drei Minuten beläuft. Gewonnen hat, wer in mindestens zwei der drei Runden siegt oder das gegnerische Team durch ein K.O. ausschaltet. 

Die Mannschaften stehen sich auf einem sechseckigen Platz, der sich inmitten eines mit Wasser gefüllten Beckens befindet, gegenüber. Dieser Platz ist unterteilt in zwei Hälften und drei Zonen. In jeder Zone befinden sich Steinscheiben im Boden, die von den Erdbändiger*innen als Waffen benutzt werden (Wasserbändiger*innen bedienen sich aus dem gefüllten Becken und Feuerbändiger*innen können einfach auf ihr Element zugreifen). Jedes Team befindet sich in der ersten Runde in Zone eins. Dabei steht jeder Spieler und jede Spielerin dem jeweiligen Bändiger*innen-Pendant gegenüber. Nach Anpfiff dürfen sich die Teams dann gegenseitig attackieren, müssen aber versuchen, dabei nicht ihre Zone zu verlassen. Denn die Attacken zielen darauf ab, das gegnerische Team durch gezielte aus der ersten Zone zu drängen. Sobald ein Spieler oder eine Spielerin die Linie zu Zone zwei übertritt, muss er oder sie künftig auch aus dieser weiterspielen. Befinden sich alle Profi-Bändiger*innen eines Teams, beispielsweise der Rotwüsten-Kaningurus, in Zone zwei, so darf das gegnerische Team, in unserem Fall die Wolfsfledermäuse des weißen Wasserfalls eine Zone aufrücken, wodurch sie ihren Kontrahent*innen wieder näher sind. Am Ende der drei Minuten hat das Team gewonnen, das durch taktisches Attackieren am meisten vorrücken durfte. Befinden sich zum Beispiel die Wolfsfledermäuse des weißen Wasserfalls in Zone eins der Rotwüsten-Kaningurus, die wiederum in ihre eigene Zone 2 zurückgedrängt wurden, so gewinnen die Wolfsfledermäuse des weißen Wasserfalls. Sollte ihnen dies auch in der nächsten Runde gelingen, gewinnen sie das gesamte Match und treten gegen das nächste Profi-Bändiger-Team an.

Wie jede gute Fantasy-Sportart gibt es auch beim Profi-Bändigen zahlreiche Ausnahmefälle und Besonderheiten, die die Bändiger*innen beachten müssen. Hier ein kleiner Auszug aus den mehrseitigen Regelkatalog: Bändiger*innen, die aufgrund einer Attacke oder selbstverschuldet über die Plattform ins Wasser gefallen sind, müssen die darauffolgende Runde aussetzen. Wasser- und Feuerstrahle dürfen eine Höchstdauer von einer Sekunde nicht überschreiten. Besondere Bändigungsarten wie Blitz- oder Metallbändigen sind nicht gestattet. Und Feuer- und Erdbändiger*innen dürfen den Kopf nicht direkt attackieren. 

Wer eines Tages selbst in der ruhmvollen Arena, in der bereits Avatar Korra um den Sieg kämpfte, stehen möchte und dies nicht inmitten der Zuschauerränge, wird nicht umhinkommen, sich dieses sperrige Werk zu Gemüte zu führen. Wem es jedoch genügt, sich entspannt zurückzulehnen und anderen Bändiger*innen beim Kämpfen zuzusehen, kann sich nun getrost in die Arena setzen und den Rotwüsten-Kaningurus oder den Wolfsfledermäuse des weißen Wasserfalls zujubeln.

Julia ist die Ambivalenz auf zwei Beinen. Sie lebt einerseits mit Dinosauriern und Shakespeare in der Vergangenheit, ihr (seit drei Jahren) fast vollendeter Debüt-Roman spielt jedoch in der Zukunft. Sie wollte eigentlich etwas "Sicheres" studieren und ist jetzt blöderweise im Journalismus gelandet. Dort ist sie ganz nebenbei Mate-abhängig geworden und mit ihrer Tastatur verwachsen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.